Franken - Heimat der Biere.

Feste und Traditionen rund ums Bier

Franken ist die Heimat der Biere: Nirgendwo sonst gibt es eine so große Dichte an Brauereien wie hier. Bei dieser großen Brautradition wundert es nicht, dass in Franken auch die Bräuche rund um das "flüssige Gold" einen großen Stellenwert haben.


Tag des Bieres

bierglossar5.jpg

Mit dem "Tag des Bieres" wird der Verkündigung des Bayerischen Reinheitsgebots am 23. April 1516 gedacht. Damals setzte der bayerische Herzog Wilhelm IV. fest, dass nur Wasser, Hopfen und Gerste zum Bierbrauen verwendet werden dürfen. Nur die Hefe wurde dem Gebot später noch hinzugefügt, da diese zu Zeiten des Herzogs noch nicht bekannt war. Diese Geburtsstunde des Bieres wird jedes Jahr in Franken gefeiert.


Stärk' antrinken

frw_frisch-gezapftes-bier-fuers-staerk-antrinken.jpg

Der Brauch des "Stärk' antrinken" wird vor allem im Steigerwald, im Frankenwald und im Fichtelgebirge gepflegt. Dieses Ereignis rund um Bock-, Weihnachts- und Festbiere findet am Vorabend des 6. Januars statt, markierte doch der 6. Januar bis 1691 den Beginn eines neuen Jahres. Man trifft sich in den Brauereien und Wirtschaften oder im Kreise der Familie, um sich in geselliger Runde Kraft und Gesundheit - im Volksmund "Stärk'" - anzutrinken. Damit die Stärke auch tatsächlich ein ganzes Jahr vorhält, sollte man, so heißt es, für jeden Monat des Jahres ein Seidla vom starken Bier trinken.


Bockbieranstiche

biergarten-kreuzberg.jpg

Die Bockbierzeit ist für Bierliebhaber in Franken eine genussvolle fünfte Jahreszeit. Wird das erste Fass Bock einer Brauerei angestochen, gibt das vielerorts Gelegenheit zu fröhlichen Feiern. Der "Bock" ist um einiges stärker als normales Bier und wird nur zu bestimmten Anlässen in kleinen Mengen eingebraut. Die Tradition stammt aus dem Mittelalter, als in der Fastenzeit die Mönche nach nahrhaften "Schlupflöchern" suchten. Da Flüssiges kein Fasten bricht, brauten sie das starke Bier ein, dass aufgrund seines Nährstoffgehalts als flüssiges Brot diente.


Loading...