Franken - Heimat der Biere.

Genussvolles Kräfte sammeln für das neue Jahr

Am Abend des 5. Januar geht man in Franken traditionell zum „Stärk’ antrinken“, um sich gegen alle möglichen Widrigkeiten des neuen Jahres zu wappnen. In dieser letzten der 12 Rauhnächte trinkt man sich im Kreise der Familie, mit Verwandten und Freunden Kraft und Gesundheit – die Stärk’ – an.

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Gefeiert wird zum Beispiel im Frankenwald - vielerorts auch in Gaststätte; auch zahlreiche Brauereien unterstützen den Brauch mit einem speziellen Starkbier, das für das „Stärk’ antrinken” besonders geeignet sein soll. Das Mönchshof Brauhaus in Kulmbach beispielsweise braut zu diesem Zweck in der gläsernen Brauerei des Bayerischen Brauereimuseums einen hellen Museumsbock. Dabei handelt es sich um ein Bockbier, das sehr hoch gegoren ist und dadurch seinen nicht zu vollen, ausgewogenen Geschmack erhält. Mit ihm sowie den fränkischen Spezialitäten aus der Bräuhaus-Küche und bei Live-Musik wird das „Stärk’ antrinken” in Kulmbach so zu einem besonderen Genuss.

Bamberg: Mit Elan ins neue Jahr

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Besonders gerne pflegt man diesen Brauch auch in der Bierregion Bamberg: in den vielen kleinen, urigen Brauereiwirtschaften, in denen man sich zu diesem Zweck mit Bockbier zuprostet und sich gegenseitig alles Gute wünscht.

Der Brauch blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück: Bis 1691 markierte der 6. Januar den Beginn eines neues Jahres. Entstanden ist das „Stärk’ Antrinken“ wohl aus dem vorchristlichen Brauchtum der zwölf Rauhnächte zwischen den Jahren. Man glaubte, dass in dieser Zeit Geister und Dämonen ihr Unwesen treiben würden. Durch Lärm, Ausräuchern und mit „Stärk“ sollten diese vertrieben werden. Heute prostet man sich meist maßvoll zu. Es gibt aber auch Traditionalisten, die vorsichtshalber für jeden Monat des neuen Jahres ein „Seidla“ trinken, damit die „Stärk’“ auch tatsächlich ein ganzes Jahr vorhält.


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