Franken - Heimat der Biere.

Bier auf dem Brot:
Die Biersalami aus den Haßbergen

Ein fränkisches Bier schmeckt am besten frisch gezapft im Seidla, das ist klar. Aber es lässt sich noch so viel mehr aus und mit Frankens „flüssigem Gold“ machen – kochen zum Beispiel oder ein feiner Bierbrand. Dass viele Wege zum Biergenuss führen, weiß auch die Brauerfamilie Göller aus Zeil a.Main in den Haßbergen. Zusammen mit dem Rinderzüchter „Auenland Beef“ aus Hofheim i.UFr. hat sie eine feine Biersalami kreiert.

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Eigentlich kennt man den Begriff Auenland ja eher aus Tolkiens „Herr der Ringe“. Auenland, das ist dort, wo zwischen sanften Hügeln die Hobbits leben. Nun, Hobbits findet man in den Haßbergen keine, aber ihre Hügellandschaft erinnert durchaus an Tolkiens phantastische Beschreibung, und wie bei den Hobbits hat man auch in den Haßbergen eine große Leidenschaft für alles Kulinarische. Neben dem Wein aus der Region schätzt man hier vor allem das Bier. Eine der Brauereien, die in den Haßbergen die Braukultur hochhalten, ist die Brauerei Göller aus Zeil a.Main. Seit 1908 ist sie bereits in Familienbesitz (siehe Bild).

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Seitdem ist viel Wasser den Main hinabgeflossen, die Familie Göller aber – heute mit Franz-Josef und Eva Göller „an der Spitze“ – ist nach wie vor mit genauso viel Leidenschaft fürs Bier dabei. Auch die drei Söhne der Familie – Fritz, Max und Felix – sind bereits ins Unternehmen eingestiegen. Fritz Göller ist als Diplom-Braumeister für den technischen Bereich zuständig, Max Göller kümmert sich als Brauingenieur um den Vertrieb und Felix Göller studiert zur Zeit an der Brauakademie Doemens in Gräfelfing. 2013 hatte Felix bereits den Titel „Deutschlands bester Jungbrauer“ mit nach Hause gebracht. (Foto Schmelz Fotodesign)

Medaillenregen bei den Göllers

Überhaupt sind Auszeichnungen etwas, das im Hause Göller nicht selten zu finden ist. Sei es für die Craft-Biere der Jungbrauer wie „Zeiler Frühling“ und „Wiener Lager“ oder die vielen Medaillen für Göllersche Biersorten wie das bernsteinfarbene „Lager“, das unfiltrierte Kellerbier, das vollmundige Dunkel und das würzige Rauchbier. Besonders viele Auszeichnungen unter den 21 Biersorten vereint das „Göller Original“ auf sich: ein feinherbes Pils mit ausgeprägtem Aroma ausgewählter Hopfensorten.

Blonde Schönheit auf der Weide

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Und genau mit diesem Bier haben es die Göllers seit diesem Jahr nicht nur ins Seidla, sondern auch aufs Brot geschafft: in Form der ersten Biersalami. Die Idee dazu hatte „Auenland Beef“ und damit ein Rinderzüchter, der wie die Göllers aus den Haßbergen stammt. Die Tiere, die auf den Auen der Haßberge weiden und nur Futter aus der Region bekommen, gehören allesamt zur Rasse „Blonde d’Aquitaine“. Ihr Fleisch ist besonders zart und mager. Da bei „Auenland Beef“ genauso wie bei den Göllers Regionalität einen sehr großen Stellenwert hat – so wird die Brauerei etwa zum großen Teil von hiesigen Landwirten beliefert – kam schon bald eine köstliche Verbindung aus Bier und Beef zustande. (Foto Renè Ruprecht)

Der Hopfen gab den Ausschlag

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Doch welches Bier sollte in die Salami, die zu 80 Prozent aus Rindfleisch besteht? Braumeister Franz-Josef Göller machte mehrere Versuche mit seinen Biersorten, bis er sich für sein „Original“ entschied. Warum gerade dieses und nicht etwa das Rauchbier oder das milde „Kaiser Heinrich“ das Rennen gemacht haben? Die Hopfennoten gaben den Ausschlag: mit dem „Original“ waren sie auch gut in der Salami zu schmecken.

Gerade jetzt im Sommer ist die Biersalami aus den Haßbergen also ideal, um sie zum Beispiel „auf dem Keller“ oder einfach daheim zur Brotzeit zu genießen. Was dazu passt, ist klar: ein süffiges, hopfenbetontes Bier aus Franken – das würde sicherlich auch einem echten Hobbit hervorragend munden!


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