Franken - Heimat der Biere.

Auf dem Thron der Braukultur:
Bayerische Bierkönigin aus Franken

Knapp zwei Monate ist es her, dass Sabine-Anna Ullrich aus Bürgstadt im Spessart-Mainland zur Bayerischen Bierkönigin 2016/2017 gekrönt wurde. Seitdem ist die Fränkin im Dauereinsatz für das „flüssige Gold“. Ein Höhepunkt in ihrem prall gefüllten Terminkalender ist sicherlich an diesem Wochenende das „Festival 500 Jahre Reinheitsgebot“ (22. bis 24. Juli 2016) in der Münchner Innenstadt, bei dem auch zahlreiche fränkische Brauereien ihre Vielfalt präsentieren. Für ein Interview mit dem SeidlaPOST hat sich die engagierte Regentin dennoch Zeit genommen.

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Was bedeutet es für Sie, im Jubiläumsjahr des Bayerischen Reinheitsgebots zur Bayerischen Bierkönigin gekrönt worden zu sein?

Sabine-Anna Ullrich: „Für mich ist das eine große, große Ehre. Ich finde es an sich schon toll, dass ich das Bayerische Bier repräsentieren darf. Dabei aber auch noch die Botschaft des Reinheitsgebots, dass uns allen sehr am Herzen liegt, nach außen zu tragen, ist wirklich etwas Besonderes.“

Auf was freuen Sie sich in Ihrer Amtszeit am meisten?

Sabine-Anna Ullrich: „Ich habe in den vergangenen Wochen schon so viele neue Menschen und Städte wie etwa Berlin und Düsseldorf oder Paris und Mailand kennengelernt, dass sich das pauschal gar nicht sagen lässt. Jeder Termin birgt neue Überraschungen! Das derzeitige Bierfestival in München, das vom Bayerischen Brauerbund und dem Verband Private Brauereien veranstaltet wird, gehört aber sicher zu den Höhepunkten. Über 100 Brauereien, darunter viele fränkische, zeigen am und um den Odeonsplatz, wie vielfältig Bayern in Sachen Bier ist.“

Sie haben bereits die ersten Auslandstermine Ihrer Regentschaft hinter sich. Bayern, Bier und Dirndl: Ist das im Ausland schon fast zuviel Klischee?

Sabine-Anna Ullrich: „Ganz im Gegenteil, die Reaktionen waren durchaus positiv. Die Menschen freuen sich, quasi einmal live zu sehen, mit was sie Bayern verbinden.“

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Nun trägt zum zweiten Mal eine Fränkin die bayerische Bierkrone. Was ist für Sie das Besondere an der fränkischen Braukultur?

Sabine-Anna Ullrich: „Auf jeden Fall die große Sortenvielfalt, die in Franken durch die enorm hohe Brauereidichte zu Hause ist – darunter natürlich Besonderheiten wie etwa das Bamberger Rauchbier. Hier gibt es kein Einheitsbier, da jeder Brauer seinem eigenen Bierstil folgen kann.“

Sie stammen aus Bürgstadt und damit eigentlich aus einer fränkischen Weinregion. Woher kommt Ihre Leidenschaft fürs Bier?

Sabine-Anna Ullrich: „Das ist das Schöne in Franken, dass es gleichzeitig ein Bier- wie auch ein Weinland ist. Bürgstadt ist tatsächlich ein Weinort. Unser Nachbarort Miltenberg hingegen ist wieder eher ein Bierort, wo es früher sogar mehrere Brauereien gab und auch heute noch eine renommierte Brauerei ihren Sitz hat. Ich habe es schon als Kind geliebt, an der Brauerei vorbeizuspazieren, weil ich den Geruch so gern hatte. Außerdem braue ich selbst gerne – entweder bei Brauseminaren oder bei einem Freund, der sich einen Brauhobbykeller gebaut hat und mit dem zusammen ich gerne in Sachen Bier experimentiere. Ich bleibe auch sicher nach meiner Regentschaft dem Bier treu. So überlege ich zum Beispiel, die Ausbildung zur Biersommelière zu machen.“

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Als Bayerische Bierkönigin repräsentieren Sie die Biere aus dem gesamten Freistaat. Haben Sie dennoch für uns einen besonderen Tipp rund um den fränkischen Biergenuss?

Sabine-Anna Ullrich: „Hier eine Auswahl zu treffen, fällt mir sehr schwer. Man sollte sich natürlich Bierstädte wie zum Beispiel Bamberg oder Kulmbach nicht entgehen lassen, aber einen speziellen Tipp kann ich tatsächlich nicht abgeben. Am besten lässt man sich einfach auf die Vielfalt der ausgezeichneten fränkischen Biere ein und probiert selbst!“


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