Franken - Heimat der Biere.

Interview mit Tina-Christin Rüger

FrankenTourismus sagt Tina-Christin Rüger DANKE für Ihren Einsatz als Bayerische Bierkönigin 2014/15 von Juni 2014 bis Mai 2015. Die junge Kronacherin hat während Ihrer Amtszeit insgesamt 101 Termine wahrgenommen. Mit der FrankenTourismus-Redaktion hat sie sich über die Erlebnisse und Erfahrungen in dieser Zeit unterhalten.


Frau Rüger, ein Jahr lang repräsentierten Sie Bayerns Biere. Wie viele Kilometer haben Sie in dieser Zeit für die verschiedenen Reisen als Bayerische Königin zurückgelegt?

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Tina-Christin Rüger: "Ich habe mit dem Dienstwagen knapp 50.000 km in ganz Deutschland und Österreich zurückgelegt. Meine weiteste Reise führte mich jedoch Anfang Mai 2015 nach China. Dort war ich von der EU-Kommission zur Auftaktveranstaltung der Kampagne “TASTES OF EUROPE“ geladen und habe zusätzlich die Deutsche Botschaft besucht. Zusammen mit einem Geschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes repräsentierte ich unser Bayerisches Bier und konnte bei Verkostungen sowie sehr netten Gesprächen viele EU-Botschafter und weitere geladene Gäste von diesem einzigartigen Produkt überzeugen."


Zu den Aufgaben der Bayerischen Bierkönigin zählen neben TV-Auftritten, der Moderation bei Veranstaltungen oder der Vertretung auf deutschlandweiten Messen auch Einladungen zu politischen Empfängen. Was war die spannenste Veranstaltung oder der schönste Moment als Bayerische Bierkönigin?

Tina-Christin Rüger: "Zahlreiche unvergesslich schöne Momente durfte ich erleben, aber einige besondere Erlebnisse möchte ich hervorheben. Am traditionellen Wiesnumzug durfte ich auf dem Hofbräu-Gespann teilnehmen, am Gäubodenfest in Straubing bin ich mit meinem 3-Liter-Maßkrug in der Hand auf einem Pferd geritten. Hinzu kommen der Sommerempfang des Bayerischen Landtages und der Neujahrsempfang des Ministerpräsidenten Seehofer. Ein absoluter Traum war der Besuch des Wiener Opernballs oder die Reise „in 4 Tagen nach Peking und zurück“ werde ich als Abschluss meiner Amtszeit nie vergessen."


Rauchbier, Bock, Weizen oder Kellerbier - zahlreiche Biersorten konnten Sie in Ihrer Amtszeit verkosten. Was ist Ihr spezieller Tipp für ein Bier, das man sich in Franken und Bayern auf keinen Fall entgehen lassen sollte?

Tina-Christin Rüger: "Es wird bei mir wohl nie DAS EINE Lieblingsbier geben. Ich bin von der regionalen und saisonalen Vielfalt unserer Biere so begeistert, dass ich auch so viel wie möglich an Sorten und Geschmacksrichtungen probieren möchte. Das ist eine Lebensaufgabe, bei der man nie auslernt und mit der man nie fertig wird. Wobei ich zugeben muss, dass mir die ausgefallenen, aber doch im Rahmen des Reinheitsgebotes hergestellten Biere, besonders zusagen. Und bei einem dunklen, malzbetonten Bockbier kann ich einfach nicht nein sagen."


Franken hat eine Brauereiendichte, wie sie sonst nirgends zu finden ist. Wie gut kennen Bierliebhaber rund um den Globus die "Heimat der Biere"?

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Tina-Christin Rüger: "Nachdem ich oftmals Aufklärungsarbeit leisten musste, sehr gut. Tatsächlich ist es in einigen Regionen der Fall, dass Franken automatisch nur mit Wein und dem “Weinland Franken“ in Verbindung gebracht wird. Gerne habe ich erklärt, dass Franken auch für seine Bierkultur und der damit verbundenen Braukunst sowie Tradition bekannt ist. Dadurch konnte ich in einigen Skeptikern neues Interesse an Fränkischem Bier wecken. Und der ein oder andere Kenner in der Bierbranche war sowieso schon der Meinung 'In Franken gibt’s doch eh das beste Bier!'“


Als Bayerische Bierkönigin standen Sie für die Bierkultur des gesamten Freistaates Bayerns. Was macht dabei die fränkische Bierlandschaft so besonders.

Tina-Christin Rüger: "Jede Bierregion hat etwas ganz besonderes für sich. Aber es wäre gelogen, wenn ich nicht zu Recht sehr stolz auf meine Heimat und die fränkischen Biere gewesen bin und das natürlich auch weiterhin anhalten wird. Das besondere an den Fränkischen Bieren ist ihre Vielfältigkeit und doch Einzigartigkeit. Fast jede Brauerei und jede Biersorte verbirgt eine spannende Geschichte. Ich erinnere hierbei nur an die Beispiele Rauchbier oder Kellerbier. Was ich auch toll finde, ist die Innovation der jungen Brauer, die innerhalb des Reinheitsgebotes alle Möglichkeiten der Kunst auszuschöpfen wissen und mit nur vier Rohstoffen eine unglaubliche Sorten- und Geschmacksvielfalt erzeugen können."


Welche Rolle wird das Thema Bier - und vor allem fränkisches Bier - auf Ihrem weiteren Lebensweg spielen?

Tina-Christin Rüger: "Mittlerweile habe ich mir viel Fachwissen angeeignet und durfte so viele Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und vor allem aus der Bier- und Brauszene kennenlernen, dass ich darauf nicht mehr verzichten möchte. Wie man vielleicht heraus hört, bin ich mit viel Leidenschaft und Herzblut bei der Sache und suche immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen. Deshalb möchte ich mich auch künftig für Bier und meine Heimat Franken, am besten natürlich für die Kombination aus Beidem, einsetzen."


Während Ihrer Amtszeit haben Sie eine ganz besondere Sammlung begonnen - was hat es damit auf sich?

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Tina-Christin Rüger: "Gleich zu Beginn meiner Amtszeit, im Juni 2014, war mir eigentlich klar, dass ich eine private Steinkrug-Bierglas-Sammlung aufbauen möchte. Bis zur Neuwahl konnte ich stolze 65 Exemplare zählen. Mittlerweile reicht mein vierstöckiges Küchenregal nicht mehr aus, sodass ich mir wohl ein eigenes Bierzimmer anschaffen muss. Denn, wie Sie sich vorstellen können, habe ich nicht nur Krüge und Gläser, sondern auch viele kleine oder größere Erinnerungsstücke mit nach Hause gebracht."


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